Die Moderator*innen der Nachgespräche für Schüler*nnen auf dem SDL*17

Joachim Dawid wurde in Oranienburg (Brandenburg) 1955 geboren. Schon in seiner Schul-und Studienzeit (PH Potsdam, Geschichte/Deutsch) war er Mitglied von Kabarettgruppen. Über viele Jahre war er Mitglied und Leiter eines Lehrerkabaretts und unterstützte die Theaterarbeit an seiner Schule. Um das Theaterspiel an seinem Gymnasium bunter und qualifizierter zu gestalten, nahm er am 1. Studiengang für Darstellendes Spiel in Brandenburg teil und bildete sich viele Jahre an der Sommerakademie weiter. Er ist Leiter seiner schulischen  und der überschulischen Fachkonferenz Theater. Er findet, Theater sollte neugierig machen, Grenzen ausloten, die fachliche und soziale Kompetenz erhöhen und v. a. Spaß machen.

Birgit Ehrig studierte Politikwissenschaft und Germanistik auf Lehramt und unterrichtet seit 2002. Bereits im referendariat hat sie im Deutschunterricht mit Theaterpädagogen zusammengearbeitet. Daraus entwickelte sich eine Leidenschaft. Auf die Erfahrungen aus vielen Workshops und dem regelmäßigen Besuch der Sommerakademie aufbauend, entstand ein eigenständiges theaterpädagogisches Repertoire. Dieses nutz sie seit Jahren, um DS-Kurse und Workshops zu leiten, aber auch regelmäßig im Deutschunterricht.

Christine Malkowski studierte an der Humboldt-Universität sowie der Technischen Universität in Berlin Deutsch und Geschichte. Sie unterrichtet an einem Oranienburger Gymnasium Darstellendes Spiel in verschiedenen Jahrgangsstufen und schloss 2006 eine Ausbildung zur Spielleiterin ab. Sie stand in mehreren Produktionen selbst auf der Bühne. Den Schwerpunkt ihrer theatralen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sieht sie in der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung, d.h. in der Förderung der emotionalen, intellektuellen, kreativen, physischen und musischen Fähigkeiten.

Mein Name ist Dolores Schaffernicht. Nach meinem Germanistik/Anglistik-Studium an der Karl-Marx-Universität in Leipzig ging ich 1976 nach Potsdam, um meine Tätigkeit als Englisch/Deutsch-Lehrerin an einer POS aufzunehmen. Seit 1991 arbeite ich am Humboldt-Gymnasium, wo ich auch begann, das Fach Darstellendes Spiel zu unterrichten. Ich hatte das große Glück, an dem ersten Studiengang für dieses Fach im Land Brandenburg teilzunehmen, den ich 1996 abschließen konnte. Unsere Schule beteiligt sich seit über zwanzig Jahren sehr erfolgreich an dem Kreativwettbewerb „Odyssey oft the mind“, den ein amerikanischer Professor für Design ins Leben gerufen hat.  Die während des Studiums und der Teilnahme an diesen Wettbewerben gemachten Erfahrungen haben mir geholfen, die Welt mit anderen Augen zu sehen und ich teile die Meinung von Friedrich Schiller, der in einer Rede meinte: „Die Schaubühne ist mehr als jede andere Anstalt des Staats, eine Schule der praktischen Weisheit, ein Wegweiser durch das […] Leben, ein unfehlbarer Schlüssel zu den geheimsten Zugängen der menschlichen Seele.“ Lasst uns gemeinsam diesen Schlüssel finden und das Tor zur Welt aufschließen.

Heike Licht unterrichtet am Friedrich-Schiller- Gymnasium in Königs Wusterhausen die Fächer Theater, Deutsch und Geschichte.2014 schloss sie ein dreijähriges Masterstudium zur Theaterlehrerin an der Universität der Künste in Berlin ab.

Seit 20 Jahren gestaltet sie mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5 – 12 Theaterprojekte und sammelte als Spielleiterin und Fachtagungsteilnehmerin  SdL-Erfahrungen.

SCHULTHEATER DER LÄNDER 2017

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Kerstin Hetmann wurde 1959 in Hennigsdorf (Brandenburg) geboren. Schon in ihrer Schul-und Studienzeit hat sie in kleinen Theaterprojekten mitgewirkt und nach ihrem Lehrerstudium an der heutigen Universität Potsdam immer Schultheater-AGs geleitet und darüber hinaus probiert, Darstellendes Spiel in den Deutschunterricht zu integrieren. Seit vielen Jahren unterrichtet sie nun Deutsch und Darstellendes Spiel an einem Beruflichen Gymnasium und arbeitet als abgeordnete Lehrerin am Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, wo sie z.B. die Entwicklung der Rahmenlehrpläne Darstellendes Spiel/ Theater betreut hat. Sie findet, dass Theater ein großartiges Unterrichtsfach ist und besonders spannend, an einer berufsorientierenden Bildungseinrichtung mit jungen Leuten künstlerisch zu arbeiten.

Mein Name ist Sebastian Grese. Mein Germanistik / Politik-Studium schloss ich in Potsdam ab und blieb auch in unserer schönen Landeshauptstadt, in der ich am Humboldt-Gymnasium Deutsch und Politische Bildung unterrichte. Die Fächer sind sehr abwechslungsreich und die intensive Arbeit mit den Schülern macht viel Spaß. Die Chance, Theater zu unterrichten eröffnet jedoch ganz andere Möglichkeiten, mit Jugendlichen kreativ zu arbeiten. Goethes Lebensweisheit: „Was immer du tun kannst, oder träumst es tun zu können, fang damit an! Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.“ Ist gar nicht immer so einfach umsetzbar. Da ist die Bühne eine gute Schule, kann man sich doch ausprobieren und auch einmal Grenzen überschreiten. Die Entwicklung  der jungen Darsteller ist immer wieder erstaunlich. Besonders deutlich zeigte sich dies bei den Schultheatertagen, bei denen ich über Jahre gearbeitet und die Darsteller intensiv begleitet habe. Daher freue ich mich ganz besonders auf die Gruppen beim Schultheater der Länder, auf die gemeinsame Kraft und den Zauber, der bei der Vielfalt und den gemeinsamen Erfahrungen aufkommen wird.

Volkmar Leif Gilbert ist Schauspieler und seit 2015 regelmäßig am Boulevardtheater Dresden auf der Bühne tätig. In seiner Basis Berlin studiert er Kindheitspädagogik und arbeitet in der [´blu:boks] Berlin, einer Einrichtung, die mithilfe ästhetischer Bildung junge Menschen sehr wertschätzend fördert.

„Magic Moments: DAS BESTE AM THEATER“

 

Die Nachbesprechungen bieten den Schüler_innen die Chance, die gesehenen Vorstellungen gemeinsam zu reflektieren und ihre Perspektive auf die Gestaltungsmöglichkeiten von Theater zu erweitern. Diesem Ziel steht aber häufig die Angst vor (Ab-) Wertungen entgegen. Eine Gruppe, die sich mit ihrer erarbeiteten Produktion auf einem Festival wie dem SDL präsentiert, ist durchaus mit einem Künstler zu vergleichen, der sein Werk zum ersten Mal der Öffentlichkeit preisgibt. Auch für einen Profi-Künstler ist dies immer ein heikler und verletzlicher Moment. Was zuvor im heimischen, geschützten Rahmen erarbeitet wurde und mit vielen persönlichen, auch emotionalen Erfahrungen verbunden ist, wird nun von anderen „objektiv“ bewertet. Hier können große Diskrepanzen in der Selbst- und Fremdwahrnehmung zu Verletzungen und Demütigungen führen, die dem Ziel der Perspektiverweiterung gerade zuwiderlaufen. Andererseits ist es für alle Beteiligten höchst unbefriedigend, wenn alle das Gefühl haben, sie müssten die Gruppe, die besprochen werden soll, „unter Naturschutz“ stellen. Das Nachgespräch wird dann entweder ganz und gar nichtssagend oder heuchlerisch unehrlich oder latent aggressiv („man wird ja wohl noch sagen dürfen...“). Alle drei Varianten sind für die Beteiligten frustrierend und richten im schlimmsten Fall sogar Schaden an („Aufs SDL fahren wir nie wieder!“).

 

Gerade in heutigen Zeiten, in denen ein wirklicher Austausch von Argumenten in wertschätzender Atmosphäre immer seltener wird und Polemik, Polarisierung und Abgrenzung zunehmen, kommt der Feedback-Kultur auf einem Schultheater-Festival eine besondere Verantwortung zu.

 

Um Schüler_innen zu einem anspruchsvollen, offenen Austausch miteinander zu ermächtigen, müssen wir von den Jugendlichen und ihren Bedürfnissen und Erwartungen herdenken. Bevor ein konstruktiver Dialog über die Theaterproduktion stattfinden kann, müssen sich alle Beteiligten miteinander sicher fühlen – und geschützt vor Demütigung. Ansonsten verstecken sich alle und nur dieselben drei, vier Wortführerinnen erhalten eine Bühne und damit werden auch nur sehr wenige Perspektiven auf die Produktion sichtbar: Einfalt statt Vielfalt.

 

Alle detaillierten Informationen zum Ablauf, Struktur und Thematik der Nachgespräche für die Schüler*innen als PDF zum Download.

 

 

Wie war das Stück?" - eine Frage, auf die man allzu oft mit 'gut' oder 'ging so' antwortet. Unsere Kategorienwolke hilft Dir auf die Sprünge! Achte während der Vorstellung auf bestimmte Kategorien und Merkmale des Spiels oder der Inszenierung. Danach kannst Du genauer beschreiben, WAS richtig toll war, wer Deine volle Aufmerksamkeit hatte und warum du so geflasht oder nachdenklich bist.

Die Spieler Eures Partner-Bundeslandes sollen in der Nachbesprechung möglichst viel Rückmeldung bekommen. Teilt am besten untereinander auf, wer sich auf welche Kategorien konzentriert. Ihr könnt das, was Ihr beobachtet habt, auch für EURE nächsten Stücke gebrauchen. Viel Spaß beim Zuschauen, wir sehen uns beim Feedback!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über Theater Sprechen – Die Fachforen im Rahmen des SDL*17

 

An vier Tagen während der Festivalwoche werden Fachforen angeboten, die dem fachlichen Austausch zum Festivalthema dienen. Die Fachforen sind damit weder reine Feedbackrunden für die Spielleiter*innen, noch bloße Nachbesprechungen der gesehenen Aufführungen! Sie werden von einem Team aus Theaterlehrern*innen moderiert (Moderatoren) und von einem Essayisten begleitet.

 

Die Fachforen werden von allen Fachtagungsteilnehmern sowie den Spielleiterinnen und Spieleitern der beteiligten Gruppen besucht. Es gibt vier gleich große fest eingeteilte Fachforen, die soweit möglich die ganze Woche zusammen bleiben. Die Fachforen beziehen sich immer auf alle Produktionen des Festivals. Je nach Diskussionsbedarf können aber Schwerpunkte gesetzt werden. Im Mittelpunkt der Foren steht der Austausch über die konkreten ästhetischen Erfahrungen der Zuschauer bei den Aufführungen. Die Fachforen sind weder reine Feedbackrunden, noch „bloße Aufführungs-Nachbesprechungen“, sondern dienen schwerpunktmäßig dem fachlichen Austausch insbesondere zum Festivalthema „Theater.Film“.

 

 

Moderatoren

Für die vier Fachforen wird jeweils ein festes Moderatorenteam aus Vorständen bzw. Mitgliedern der Landesverbände gebildet. Aufgabe der Moderatoren ist es den Prozess der Diskussion in den Fachforen zu steuern.

 

 

Die Moderator*innen der Fachforen auf dem SDL*17

 

Team 1

Eva Maria Hofmann, geboren in Mainz, ist Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Darstellendes Spiel an einem Gymnasium in Groß-Gerau und fungiert dort als Fachsprecherin für Darstellendes Spiel sowie als Projektkoordinatorin für kulturelle Vermittlung. In den vergangenen Schuljahren hat sie mehrfach mit DS-Kursen an den Hessischen Schultheatertagen (HSTT) teilgenommen und seit vergangenem Jahr die Leitung des Journalismus-Kurses beim HSTT übernommen. 2015 moderierte sie zum ersten Mal ein Fachforum beim Schultheater der Länder.

 

 

Franziska Hundt, geboren in Salzwedel, ist Lehrerin für Englisch, Spanisch und Darstellendes Spiel am Gymnasium in Gettorf. Sie leitet eine Theater AG mit der sie 2012 und 2015 am SdL teilgenommen hat und ist zweite Vorsitzendes des Landesverbandes Darstellendes Spiel in Schleswig-Holstein.

 

 

 

 

 

Team 2

Nadia Makhali unterrichtet als Theaterlehrerin an der OS Leibnizplatz in Bremen, wurde im  Zentrum für Performance Studies in Bremen ausgebildet und ist Vorsitzende des FaTs Bremen, Leitung der Qualifikationsmaßnahme für das Fach Theater an der SEK I und Primarstufe in Bremen

 

 

Jan Kunold ist Lehrer für Englisch, Französisch, Musik und Darstellendes Spiel an der Ganztagsgemeinschaftsschule in Neunkirchen / Saar. Der Diplomgesangspädagoge hat während seines Studiums sowohl die Gesangspädagogik als auch die Opernschule absolviert. Neben Bühnenerfahrung wie etwa im Opernchor des Staatstheaters Saarbrücken, sowie verschiedenen Musical-, Operetten- und Theaterproduktionen, arbeitet er freiberuflich als Sänger, Musiklehrer und Mentor/Dozent im Bereich Stimme /Atmung, Gesang und Bühnendarstellung. Er ist einer der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft DS Saarland. Er arbeitet als Dozent in der Ausbildung für Lehrer*innen im Fach Darstellendes Spiel für den Bereich „Sprache und Stimme“.

 

 

 

 

 

Team 3

Thore Witthöft ist als Lehrer und Stufenkoordinator an einer Gemeinschaftsschule mit Oberstufe in Flensburg tätig. Neben dem Fach „Darstellendes Spiel“ unterrichtet er Deutsch und Biologie. Er ist seit 2014 der 1. Vorsitzender des Fachverbandes für Darstellendes Spiel an den Schulen Schleswig-Holsteins und mit einem Teil seines Stundendeputats andas IQSH abgeordnet, Lehrkräfte für das Fach „Darstellendes Spiel“ auszubilden.

 

 

 

Katja Pahn arbeitet als systemischer Coach (FH) und Lehrerin für Darstellendes Spiel, Deutsch und Englisch an einem Oberstufengymnasium in Frankfurt/M. Seit 2011 ist sie abgeordnet an das Projektbüro Kulturelle Bildung des Hessischen Kultusministeriums als Ansprechpartnerin für Theater, das Fach Darstellendes Spiel, Kooperationen mit außerschulischen KünstlerInnen, kulturelle Schulentwicklung. Katja Pahn ist Koordinatorin des Fortbildungsprogramms Kreative Unterrichtspraxis, des Weiteren realisiert sie Praxisprojekte mit LehrerInnen im Rahmen des Weiterbildungskurses Darstellendes Spiel des Landes Hessen.

 

 

 

Team 4

Bernd Ruffer unterrichtet seit Abschluss seines Studiums für die Sek I+II Geschichte, Theater, Politik und Englisch in Hamburg. Er leitet außerdem den Fachbereich Theater und ist Kulturbeauftragter der Stadtteilschule Bergedorf. Außerhalb der Schule engagiert er sich als Mitglied des Vorstands des Fachverbands Theater in Schulen Hamburg e.V. Davor war er Musiker und Bandleader, Geschäftsführer des Vereins Musizierende Toiletten e.V. und veranstaltete verschiedene Workshops und Events für Musiker.

 

 

 

Tonio Kempf unterrichtet seit 2006 als Lehrer Deutsch, Philosophie und Theater, zunächst an der Gesamtschule Bergedorf, wo er als Kulturbeauftragter zusammen mit Bernd Ruffer die Kulturtage begründete und organisierte. Seit 2011 ist er am Ganztagsgymnasium Klosterschule in Hamburg tätig und dort Jahrbuchkoordinator. Diverse Projekte und Publikationen im Bereich Theater und Schule. Tonio Kempf ist gemeinsam mit Bernd Ruffer Vorsitzender des Fachverbands Theater in Schulen Hamburg e.V.

 

 

 

 

 

Essayisten

Das SDL wird von vier externen Fachleuten (sog. „Essayisten“) aus dem universitären und professionellen Theaterkontext begleitet. Die Expertise dieser Fachleute und ihr Blick von außen sollen die Diskussionen auf dem Festival anregen und nach dem Festival in Form eines Essays in der Publikation Fokus Schultheater in den Fachdiskurs einfließen.

 

Die Essayisten suchen den Austausch und die Diskussion mit den Fachteilnehmern während des Festivals. Eine feste Plattform für den Diskurs bilden die Fachforen im Rahmen des Festivals. Die Essayisten wechseln reihum zwischen den Fachforen, so dass jede/r Essayist/in jedes Fachforum einmal begleitet. Die Essayisten haben die Aufgabe die Diskussionen in den Fachforen kritisch zu begleiten. Das kann eine Fokussierung genauso wie ein Hinterfragen, gegen-den-Strich-bürsten etc. bedeuten.

 

Analysten (Rezensenten)

Das Festival wird zusätzlich noch von zwei weiteren Theaterlehrern begleitet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die gezeigten Produktionen des Festivals mit Blick auf das Festivalthema zu beschreiben, zu analysieren und zu bewerten. Das Ergebnis ihrer Arbeit erscheint als analytischer Rückblick auf das Festival im „Fokus Schultheater“.

 

Die Analysten verfassen keine (Einzel-)Rezensionen oder Kritiken zu den Produktionen.

sondern eine Gesamtschau und Analyse der gezeigten Produktionen hinsichtlich des Festivalthemas.